Als Hörsturz bezeichnet man
einen plötzlich aufgetretenen, meist einseitigen Hörverlust
im Bereich des Innenohres, der fast immer von einem Ohrgeräusch
(Tinnitus) begleitet ist. Manchmal besteht zusätzlich Drehschwindel.
Ursachen sind:
• Durchblutungsstörungen
im Bereich der feinen Blutgefäße, die die Hörempfindungszellen
des Innenohres versorgen. • Virusinfekte, die die
Sinneszellen befallen haben oder Reaktionen des Immunsystems mit
Infiltraten an den Sinneszellen im Innenohr.
• Sehr selten liegt ein
Tumor des Hörnerven oder neurologische Erkrankungen des Hörnerven
oder der Hörzentrums im Gehirn zugrunde.
• Zusätzliche negative,
disponierende oder verschlimmernde Einflussfaktoren sind allgemeine
Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck, Blutzuckerkrankheit,
Stress, Lärmeinwirkungen oder Halswirbelsäulenerkrankungen.
Die Therapie besteht in einer durchblutungsfördernden Behandlung
mit Tabletten, Infusionen und zusätzlich meist Kortison.
Diagnostisch werden, neben den Hörtests und Ohranalysen,
allgemeine Begleiterkrankungen, eine zusätzliche Störung
des Gleichgewichtsorgans oder des Hörnerven ausgeschlossen.
Abbildung Hörsturz-Audiogramm mit freundlicher Genehmigung
der
Phonak GmbH, Hörsysteme.
zurück zum Seitenanfang
|